Immer wieder können verstärkt Blattläuse an den Pflanzen beobachtet werden.
Allein in Deutschland findet man mehr als 100 Arten unterschiedlicher Färbung.
Die Blattläuse ernähren sich vom Saft der Pflanzen und verursachen durch ihren Speichel verschiedene Krankheiten.
Neben den in Werken chemisch hergestellten Mitteln, bietet unsere Natur einige Nützlinge zur Bekämpfung der Blattläuse.
Zum Beispiel:
• Marienkäfer
• Florfliegenlarve
• Schwebfliegenlarven
• Ohrwürmer
Der Marienkäfer, als Sieben-Punkt-Marienkäfer ein einheimischer Nützling, der allerdings immer mehr vom asiatischen Marienkäfer, der bis zu 19 Punkten hat, verdrängt wird. Noch gefräßiger als der Käfer ist die Larve, die von vielen Kleingärtnern immer noch verkannt wird. Eine Larve frißt bis zur Käferentwicklung bis zu 800 Blattläuse. Der Marienkäfer legt seine orangefarbenen Eier in die Nähe der Blattlauskolonien ab.
Die Florfliege ist ebenfalls ein einheimischer Nützling, deren Larven sich hauptsächlich von
Blattläusen ernähren. Während die Fliege sich von Nektar und Honigtau ernährt, vertilgt die Larve 500 bis 800 Blattläuse.
Ähnlich sieht es bei der Schwebfliege aus.
Der Ohrwurm oder Ohrkneifer, der eigentlich ein Käfer ist, ernährt sich teilweise auch von Blattläusen, ist aber auch ein Schädling, da er weiche Pflanzenteile und Blüten frisst.
Reiner Kolotzei (Bezirksgartenfachberater)
Foto oben/links: Marienkäferlarven
Foto unten/rechts: asiatischer Marienkäfer mit Eigelege |