~ Bezirksverband der Kleingärtner Reinickendorf e.V.~
 

Schulungen

Zu folgenden kostenlosen Fachberatungen sind alle Reinickendorfer Kleingärtner sowie jeder andere Interessierte herzlich eingeladen.

Fachberatungen 2012



Donnerstag 15.03.2012
19:00 Uhr

Einstiegswissen für Gartenneulinge
Frau Dipl.-Gartenbauing. Sigrun Witt (HU-Berlin)

Dauerkleingartenverein Am Seggeluchbecken e.V.
13435 Berlin, Welzower Steig/Finsterwalder Str. 73 (Vereinshaus)

Bus 122, 325 (Engelroder Weg)


Dienstag 17.04.2012
19:00 Uhr

Pflanzenschutz unter den Bedingungen des Klimawandels
Frau Dr. Barbara Jäckel (PSA)

Bezirksverband der Kleingärtner Reinickendorf e.V.
13407 Berlin, Roedernallee 35-37

Bus 120 (Weinbrenner Weg)


  Reiner Kolotzei
Bezirksgartenfachberater


Garten im Sommer richtig wässern

Mit eigenem Wasser nachhelfen, um die Flüssigkeitsverluste aufzufangen:

Es sollte eher selten, dafür ausgiebiger gewässert werden. Gehölze benötigen mindestens  20-30 l Wasser auf dem Quadratmeter, d. h. drei Gießkannen auf dem Quadratmeter, damit das Wasser auch bis tieferliegende Wurzeln vordringt.

Die günstigste Zeit der Bewässerung  sind die frühen Morgenstunden, da zu dieser Zeit am wenigsten Wasser verdunstet. In den Mittagsstunden besteht die Gefahr der Verbrennung.

Das abendliche Wässern sollte vermieden werden, da die Gefahr der Pilzinfektion (Kraut- und Braunfäule an Tomaten, Sternrußtau an Rosen) erhöht wird. Die Pflanzen sollten trocken in die Nacht gehen.

Einige Gartenteile, wie Gemüsebeete sollten per Hand gegossen werden, da besser auf den Wasserbedarf der Pflanzen eingegangen werden kann.

Das beste Gießwasser ist immer noch das in Auffangbehälter befindliche Regenwasser, das aber auch einmal zu Ende geht.

Hilfreich gegen Verdunstung ist auch eine dicke Mulchschicht auf dem Boden oder oberflächliches Hacken.

Sollte der eine oder andere Tipp eingehalten werden, kann auch in der heißen Zeit beim Wasser ein wenig gespart werden.


Reiner Kolotzei
Bezirksgartenfachberater


Citrusbockkäfer

CitrusbockkäferIn unserem Nachbarbezirk Pankow wurden Citrusbockkäfer gefunden. Die Käfer befallen Laubbäume und Laubgehölze und können zum Absterben von gesunden und vitalen Bäumen führen.

In Europa ist die Art deshalb als Quarantäneschädling eingestuft und muss bekämpft werden.

Die Larven des Käfers leben ein bis zwei Jahre verborgen im Holz der Wirtsbäume (vor allem Ahorn, aber auch Obstbäume). Befallene Pflanzen sind deshalb nur an Hand der Nagespäne der Larven oder erst an den ca. 1,5 Zentimeter großen Ausbohrlöchern, meist in der Nähe der Wurzel oder auch an der Wurzel zu erkennen.

Als ein Einschleppungsweg wurden in letzter Zeit große Mengen von aus China durch Discount-Ketten eingeführte Fächerahorne identifiziert.

Eine Bekämpfung der Käfer ist nur durch Fällen der befallenen Bäume und Ausgraben ihrer Citrusbockkäfer MännchenWurzeln möglich.

Ein Verdacht des Befalls dem Pflanzenschutzamt unter 030 395 30 11 oder 030 7000060 oder per Email melden.

Weitere Infos unter: http://www.jki.bund.de unter "Pflanzengesundheit" – "Der Citrusbockkäfer".

Reiner Kolotzei
(Bezirksgartenfachberater)

Foto oben/links: Citrusbockkäfer
Foto unten/rechts: Citrusbockkäfer Männchen

Quelle und Fotos: jki.bund.de   


Blattläuse

MarienkäferlarvenImmer wieder können verstärkt Blattläuse an den Pflanzen beobachtet werden.

Allein in Deutschland findet man mehr als 100 Arten unterschiedlicher Färbung.
Die Blattläuse ernähren sich vom Saft der Pflanzen und verursachen durch ihren Speichel verschiedene Krankheiten.

Neben den in Werken chemisch hergestellten Mitteln, bietet unsere Natur einige Nützlinge zur Bekämpfung der Blattläuse.

Zum Beispiel:
• Marienkäfer
• Florfliegenlarve
• Schwebfliegenlarven
• Ohrwürmer

Der Marienkäfer, als Sieben-Punkt-Marienkäfer ein einheimischer Nützling, der allerdings immer mehr vom asiatischen Marienkäfer, der bis zu 19 Punkten hat, verdrängt wird. Noch gefräßiger als der Käfer ist die Larve, die von vielen Kleingärtnern immer noch verkannt wird. Eine Larve frißt bis zur Käferentwicklung bis zu 800 Blattläuse. Der Marienkäfer legt seine orangefarbenen Eier in die Nähe der Blattlauskolonien ab.

Die Florfliege ist ebenfalls ein einheimischer Nützling, deren Larven sich hauptsächlich von
Blattläusen ernähren. Während die Fliege sich von Nektar und Honigtau ernährt, vertilgt die Larve 500 bis 800 Blattläuse.
Ähnlich sieht es bei der Schwebfliege aus.asiatischer Marienkäfer mit Eigelege

Der Ohrwurm oder Ohrkneifer, der eigentlich ein Käfer ist, ernährt sich teilweise auch von Blattläusen, ist aber auch ein Schädling, da er weiche Pflanzenteile und Blüten frisst.

Reiner Kolotzei (Bezirksgartenfachberater)

Foto oben/links: Marienkäferlarven
Foto unten/rechts: asiatischer Marienkäfer mit Eigelege

Fotos: R. Kolotzei   

 

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